Yoga und Achtsamkeit

 

Was bedeutet Achtsamkeit für mich?

 

Für mich bedeutet Achtsamkeit Bewusstheit. Wenn ich achtsam bin, bin ich mir ganz bewusst, was ich grade tue oder erfahre. Ich bin präsent in diesem Augenblick, ich erfahre ganz bewusst diesen Moment, so wie es jetzt grade ist. Und dieses Präsent-Sein schenkt mir Zufriedenheit. Ich erfahre einen tiefen Frieden und Dankbarkeit für die Fülle des Augenblicks. Dieses achtsame Tun geschieht oft in einer Leichtigkeit, in einem Fluss, manche nennen es auch Flow. Ich fließe mit dem Fluss des Lebens, bin ohne jeden Widerstand, will nichts anders haben als es in diesem Moment grade ist. Will nicht schnell fertig werden mit dem, was ich grade tue nur um dann....

 

Jedes Tun ist gleichwertig in der Achtsamkeit, ob es putzen, abwaschen, lesen oder spazieren gehen ist. Es ist genau richtig so wie es ist, so wie sich das Leben jetzt grade zeigt, so wie es grade sein möchte. Wenn ich keinen Widerstand leiste gegen das was ist, wird alles leicht, weil ich mit dem Fluss des Lebens mitschwinge, anstatt es anders haben zu wollen. Will ich es anders haben, als es grade ist, dann wird es schwer. Bin ich im Widerstand, wird es anstrengend und es fühlt sich an, als müsse ich alles hart erarbeiten, als sei das Leben ein ständiger Kampf. Das kenne ich noch zu gut aus meinem früheren Leben.

 

Wie hilft die Yogapraxis, achtsamer, also bewusster zu werden?

 

Für mich ist die Yogapraxis ein großes Geschenk, denn ich lerne durch das achtsame, bewusste Üben und Spüren wieder, ganz bei mir selbst anzukommen, d.h. ich nehme mich wieder selber wahr, wie es mir grade jetzt geht, wie sich grade jetzt der Körper anfühlt nach einer Asana oder wie ich meinen Geist wahrnehme nach der Atemübung oder einer Meditation. Ich lerne wieder besser zuzuhören, was mein Körper mir für Signale schickt oder was mein Atem mir über meine momentane Verfassung sagen kann.

 

Wenn ich lerne, besser zuzuhören und zu spüren, was in mir vorgeht während der Yogapraxis, wirkt sich dieses achtsame, bewusste Spüren natürlich auch auf meinen Alltag aus. Ich merke viel schneller, wenn mir etwas nicht gut tut, nehme wieder die kleinen, feinen Signale meines Körpers wahr, mit denen er mir sagen will, dass irgendetwas grade nicht stimmig ist, dass ich vielleicht aus dem Gleichgewicht, aus der Balance geraten bin. So kann ich auch schneller reagieren und etwas ändern in meinem Verhalten oder in meiner Ernährung oder vielleicht in meinen Gewohnheiten.

 

Ich brauche dann vielleicht irgendwann nicht mehr warten, bis eine Krankheit mich aus dem Verkehr zieht, weil ich wieder mal über meine Grenzen gegangen bin, weil ich nicht auf die kleinen Warnsignale geachtet habe, die mein Körper mir liebevoll geschickt hat, um mich zu mehr Achtsamkeit zu ermahnen.

 

Ich lerne, immer schneller wahrzunehmen, wie es mir geht und das ist für mich Achtsamkeit mit sich selbst, liebevoll sein mit sich selbst und nur wenn ich achtsam und liebevoll mit mir selbst umgehe, kann ich auch achtsam und liebevoll mit meinen Mitmenschen umgehen.

 

Ich muss immer bei mir selbst anfangen, da führt kein Weg dran vorbei und darin liegt die Heilung für mich und letztlich dann auch für die Anderen, zu denen ich dann achtsame, liebevolle Beziehungen entwickeln kann.

 

Darum mag ich diesen Spruch "Du bist der wichtigste Mensch in Deinem Leben" sehr, denn er drückt für mich einen gesunden Egoismus aus, der eigentlich nichts mit Egoismus zu tun hat sondern mit Selbstliebe. Leider fällt es uns immer noch leichter, uns für alles mögliche selbst zu verurteilen, so sind wir geprägt worden unser Leben lang.

 

 

 

 

Ein paar Gedanken über Achtsamkeit, die beim Laub harken auftauchten

 

Laub harken, einfaches Tun, die Gedanken vorbeiziehen lassen. Ich habe die Wahl, sorgenvollen Gedanken nachzuhängen oder einfach hier zu sein, in diesem Moment, völlig wach und präsent, bei dem was ich grade tue, mit allen Sinnen wahrnehmen was jetzt hier ist, nicht woanders sein wollen, den Augenblick genießen so wie er jetzt ist in seiner ganzen Fülle und Schönheit.

 

Achtsames Tun, zufrieden sein mit dem was ist, absichtsloses Tun, kein Ziel verfolgen oder möglichst schnell fertig werden, um mit dem nächsten zu beginnen.

 

Ganz achtsam auch mit sich selbst sein, spüren, innehalten, schauen, die kleinen und großen Wunder bemerken, die im Vorbeihetzen so leicht übersehen werden.

Himbeeren im November, hmmm, schmecken eiskalt, wie aus dem Kühlschrank, etwas herb, es fehlte wohl die nährende Wärme der Sonne jetzt im November.

 

Hier in der Natur bin ich in Kontakt mit mir selbst, im Einklang mit der Natur, eins mit der Natur aus der ich komme, wohin ich wieder gehe, hier fühle ich mich zuhause, verbunden, genährt. Ich bin ein winziger Teil dieses großen Wunderwerks Natur, ich bin dankbar und demütig indem ich mir dieser Großartigkeit der Schöpfung bewusst bin.

Yoga-Präventionskurse

nach §20 SGB V mit Zuschuss von den Krankenkassen.

 

 

- Zeit für Dich - Yogawochenende im Rosenwaldhof mit Krankenkassen-zuschuss
(s. unter Termine/Aktuelles)

 

Neuer Workshop im Herbst:

Schüttel Dich frei !!!

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